Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für COSTA-Yachtcharter

1. PRÄAMBEL
COSTA maritim Yacht-Sport GmbH, Abt.: Charter, nachfolgend CMC genannt, vermittelt namens und im Auftrag des Vercharterers mit dem Charterer einen Chartervertrag. CMC erfüllt seine Pflichten gegenüber beiden Vertragsparteien nach den Regeln ordentlichen kaufmännischen Verhaltens.

2. Haftung seitens CMC
Vor Abschluss des Vertrages hat CMC mit dem Vercharterer alle Fragen im Sinne des Charterers geklärt und die Buchung im Namen des Charterers zu den vereinbarten Bedingungen vorgenommen. Eine Haftung durch CMC für ordnungsgemäße Leistung aus diesem Chartervertrag kann sich demnach nur auf die von CMC geleistete Vermittlungstätigkeit, nicht jedoch auf die Leistungen des Vercharterers oder des Charterers erstrecken. Daraus resultierend haftet CMC bis max. zur Höhe der Vermittlungsprovision und nur für Schäden, die nachweislich auf fehlerhafte Vermittlung zurückzuführen sind. Alle weiterführenden Haftungsansprüche regeln Vercharterer und Charterer untereinander, wobei CMC in angemessener Weise vermittelnd und neutral die Verhandlungen führt.

3. Pflichten des Vercharterers
3.1. Der Vercharterer hat sich gegenüber CMC verpflichtet, dem Charterer die Yacht am vereinbarten Termin in einwandfreiem, vertraglich zugesicherten Zustand zur Verfügung zu stellen.
3.2. Die Yacht ist kaskoversichert mit einem Selbstbehalt, in Höhe der ausgewiesenen Kaution. Die Versicherung deckt nicht die an Bord befindlichen Personen gegen Unfallschäden oder Schäden an deren persönlichem Eigentum.
3.3. Das Verfügungsrecht über die Yacht wird, gemäß Chartervertrag, dem Charterer in dem Augenblick zuerkannt, in dem er schriftlich bestätigt, dass die Yacht betriebsbereit (incl. Motor-Check) ist und in dem er die Inventarliste der Yacht mit Vollständigkeitvermerk unterzeichnet dem Vercharterer oder dessen Vertreter ausgehändigt hat.
3.4. Der Vercharterer ist verpflichtet, dem Charterer die Möglichkeit zu geben, sich während der Übergabe mit der Einrichtung der Yacht vertraut zu machen und deren Vollständigkeit zu prüfen.

4. Pflichten des Charterers
4.1. Der Charterer versichert, dass er für alle Fahrtgebiete, die er anläuft, die den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Befähigungsnachweise besitzt. Er ist verantwortlich für die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen, auch durch seine Crewmitglieder. Sollte der Charterer einem Skipper die Schiffsführung übertragen, so muss dieser diesen Chartervertrag ebenfalls unterschreiben. Die Haftung des Charterers bleibt hiervon unberührt.
4.2. Die Benutzung der Yacht ist nur innerhalb der Fahrgebiete gestattet, für die die Yacht zugelassen ist.
4.3. Die zulässige Personenzahl darf nicht überschritten werden. Überschreitet der Charterer die zulässige Personenzahl dennoch, verliert er seinen Versicherungsschutz und ist für alle Schäden persönlich haftbar, die aus der Überschreitung entstehen.
4.4. Der Charterer muss sich bei Übergabe vom einwandfreien Zustand der Yacht und deren Inventar überzeugen. Beanstandungen müssen vor Törnbeginn dem Vercharterer mitgeteilt werden. Evtl. versteckte Mängel, die erst nach der Übergabe bekannt werden oder Mängel, die nach der Übergabe entstehen, berechtigen nicht zur Kürzung des Charterpreises, es sei denn, der Mangel war dem Vercharterer bekannt oder in Folge grober Fahrlässigkeit unbekannt.
4.5. Nicht gestattet sind: a) Gewerbliche Personenbeförderung, b) Teilnahme an Regatten, es sei denn, es ist etwas anderes schriftlich vereinbart, c) Untervermietung. Bei Verstoß haftet der Charterer persönlich gegenüber den Schifffahrts- und Zolldienststellen für allfällige Prozesse, Verfahren, Geldstrafen und Beschlagnahmungen. Verursacht der Charterer schuldhaft Pfändung oder Beschlagnahmung der Yacht zur Deckung von Schadenersatzansprüchen Dritter, haftet dieser dem Vercharterer mit dem doppelten Tagessatz pro Tag des Festliegens der Yacht. Ferner verpflichtet er sich, die Yacht spätestens nach einer Woche auszulösen.
4.6. Bei ernsthaften Schäden, z.B. Mastbruch, Leck, Brand etc. ist dem Vercharterer umgehend Mitteilung zu machen und dessen Instruktionen einzuholen.
4.7. Treten während der Dauer des Chartervertrages Mängel durch normalen Verschleiß auf, muss der Charterer vor dem Erteilen eines Reparaturauftrags an Dritte beim Vercharterer eine Genehmigung einholen. Tritt während der Charter ein Schaden auf, der nicht vor Ort zu beheben ist, der es aber trotzdem erlaubt, die Yacht zurückzuführen, muss der Charterer mind. 24 h vor Ablauf der Charterfrist zurückkehren, damit die Reparaturen vor Beginn der nachfolgenden Charter durchgeführt werden können. Ist der Schaden nicht vom Charterer zu verantworten, erhält er diesen Tag anteilig in Geld ersetzt. Die Nichtbeachtung dieser Klausel kommt einer verspäteten Rückgabe gleich.
4.8. Der Charterer ist Schiffsführer, wenn nicht anders im Vertrag vereinbart ist. Unabhängig davon, muss der Charterer dafür sorgen, dass ein Logbuch ordnungsgemäß geführt wird. Wenn nötig (z.B. bei Havarie, für die Vorlage bei Gericht), kann der Vercharterer eine beglaubigte Kopie des Logbuchs verlangen.
4.9. Bei Havarie sind die zuständigen Behörden zu informieren und dafür zu sorgen, dass ein ordnungsgemäßes Havarieprotokoll erstellt wird. Bei Nichterfüllung dieser Verpflichtungen haftet der Charterer für den daraus entstehenden Schaden. Die, durch eine Havarie entstehende Ausfallzeit berechtigt nicht zur Kürzung der Chartergebühr.
4.10. Schlepphilfe darf der Charterer nur im äußersten Notfall annehmen. Vor der Übernahme oder Übergabe der Schleppleine ist der Bergelohn, nicht höher als nach den Maßstäben des internationalen Seerechts üblich, zu vereinbaren.
4.11. Bei schwerwiegenden Verstößen des Charterers gegen die von ihm übernommenen Verpflichtungen kann der Vercharterer schadenersatzfrei vom Vertrag zurücktreten .

5. Zahlungsweise
5.1. Der Charterzins ist an CMC zu entrichten. Diese führt ihn an den Vercharterer unter Abzug der vereinbarten Vermittlungsprovision ab. CMC trägt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Weitergabe der Chartergebühr. Sollten auf dem Überweisungsweg Verzögerungen eintreten, die einen verspäteten Geldeingang beim Vercharterer zur Folge haben, so haftet CMC für die daraus entstehenden Schäden nicht, es sei denn, es liegt grobe Fahrlässigkeit seitens CMC vor.
5.2. Die Anzahlung ist fällig mit Abschluss des Vertrages und nach Eingang des Sicherungsscheins beim Charterer. Bei Rücktritt verfällt die jeweils bis zum Rücktrittsdatum fällige Anzahlung. Bei Rücktritt innerhalb von 3 Monaten vor Charterbeginn ist der Charterzins in voller Höhe fällig.
5.3. Die Kaution ist bei Übergabe der Yacht in bar oder durch Kreditkarte (nach Vorgabe des Vercharterers) zu hinterlegen. Wird die Yacht in vertragsgemäßem Zustand übergegeben, wird die Kaution an den Charterer zurückgegeben.
5.4. Die Kaution ist bei Übergabe der Yacht in bar oder durch Kreditkarte (nach Vorgabe des Vercharterers) zu hinterlegen. Wird die Yacht in vertragsgemäßem Zustand übergegeben, wird die Kaution an den Charterer zurückgegeben. Der Abschluss einer Kautionsversicherung wird dringend empfohlen.

6. Kaution
6.1. Die Yacht ist in dem Zustand zurückzugeben, in dem sie übernommen wurde und wie es das Übergabeprotokoll ausweist.
6.2. Schäden, die vom Charterer verursacht wurden, werden bis zur Höhe der Selbstbeteiligung der Kaskoversicherung auf Kosten des Charterers behoben. Die Rückgabe der Kaution wird in diesem Fall bis zur Begleichung der Rechnungen bzw. den Schadensausgleich durch die Versicherung zurückgestellt. Kosten, die von der Versicherung nicht gedeckt sind, z.B. Selbstbehalt und alle Kosten, die zusätzlich angefallen sind, z.B. Telefongebühren, Reisekosten, Protokollkosten, Rückführungskosten etc., werden mit der Kaution verrechnet.

7. Rückgabe/Rücknahme
7.1. Die Rückgabe zum vereinbarten Termin im vereinbarten Hafen ist obligatorisch. Bei schuldhafter Verzögerung hat der Vercharterer Anspruch auf Schadenersatz in doppelter Höhe der vereinbarten Tages-Chartergebühr für jeden angefangenen Tag der Verzögerung. Wetterbedingte Schwierigkeiten berühren die Verpflichtung zur pünktlichen Rückgabe nicht.
7.2. Erfolgt, gleich aus welchem Grund, die Rückgabe nicht im vereinbarten Hafen, ist der Vercharterer rechtzeitig zu benachrichtigen. Der Charterer verpflichtet sich, die Yacht solange geeignet bewachen zu lassen, bis der Vercharterer die Yacht übernehmen kann. Die Übergabe gilt erst dann als ordnungsgemäß erfolgt, wenn die Yacht im vereinbarten Rückgabehafen überprüft und übergeben wurde, es sei denn eine neue Crew übernimmt vor Ort und im Beisein des Vercharterers. Der Charterer trägt die Kosten, die aus der nicht vertragsgemäßen Übergabe entstehen und auch die Kosten und Risiken einer evtl. erforderlichen Rückführung der Yacht.
7.3. Nach der Rückkehr vereinbart der Charterer mit dem Vercharterer einen Termin für eine Inspektion der Yacht und des Inventars. Die Yacht ist in gründlich gereinigtem Zustand, voll betankt und nach Ersatz aller Verbrauchsmaterialien zu übergeben.
7.4. Schäden, die während der Charter aufgetreten sind, auch solche, die schon als verdeckte Mängel bei der Übergabe vorhanden gewesen sein sollten, aber später erst bekannt wurden, sind dem Vercharterer unaufgefordert zu melden. Schäden, auch wenn sie erst nach der Übergabe bemerkt und die vom Charterer verschwiegen wurden, werden auf Kosten des Charterers behoben.

8. Schlussbestimmungen
Sollten eine oder mehrere dieser Bestimmungen undurchführbar sein oder werden oder sollte sich im Vertrag eine Lücke herausstellen, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht beeinträchtigt. Die unwirksame, undurchführbare oder fehlende Bestimmung ist durch eine solche Bestimmung zu ersetzen, die dem Willen der Parteien am nächsten kommt. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Das gilt auch für die Änderung oder Aufhebung dieser Schriftformklausel.

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